Mechatroniker für Kältetechnik: Alles andere als ein frostiger Beruf

Damit man sich auf dem Flug in den Urlaub wohl fühlt, müssen Luftaustausch, Druck und Temperatur genau geregelt sein.

Damit man sich auf dem Flug in den Urlaub wohl fühlt, müssen Luftaustausch, Druck und Temperatur genau geregelt sein.

Lebensmittel und Getränke, Medikamente und Chemikalien, und nicht zuletzt auch die Luft einer Klimaanlage: Es gibt viele Stoffe, die ständig gekühlt werden müssen. Als Mechatroniker für Kältetechnik kennst du dich mit der technischen Erzeugung von Kälte aus und weißt genau, worauf es ankommt. Wer weiß, vielleicht steckt auch dein Traumjob hinter diesem coolen Beruf, den dir unser Partner AUBI-plus heute vorstellt!

Tätigkeiten

Mechatroniker für Kältetechnik sorgen dafür, dass das Eis gut gekühlt bleibt.

Mechatroniker für Kältetechnik sorgen dafür, dass das Eis gut gekühlt bleibt.

Kühl- und Gefrierschränke, Klima- und Lüftungsanlagen sowie Kühlzellen: Als Mechatroniker für Kältetechnik sind Kühlanlagen aller Art dein Spezialgebiet. Du sorgst dafür, dass das Bier kalt ist, wenn es gezapft wird und dass die Menschen im Krankenhaus frische Luft bekommen. Auch, dass in Flugzeugen eine angenehme Temperatur herrscht und Lebensmittel frisch bleiben, ist dein Verdienst.

Zu deinen vielseitigen Aufgaben gehört es, dich mit Plänen und technischen Zeichnungen vertraut zu machen und anschließend kältetechnische Anlagen zu planen, zu montieren, zu reparieren und zu warten. Mögliche Kunden sind beispielsweise Privathaushalte, Gastronomiebetriebe, Arztpraxen, Lebensmittelketten und andere große Firmen.

Wenn du eine Anlage montierst, musst du genügend Zeit einplanen, um sie dem Kunden zu erklären und seine Fragen zu beantworten. Auch nach der Inbetriebnahme bist du der Ansprechpartner deiner Kunden, wenn beispielsweise Wartungsarbeiten durchgeführt oder Teile erneuert werden müssen.

Ausbildung

Montagezeichnungen und elektrische Schaltpläne lesen, Bauteile zusammenzufügen, die Temperatur messen, den Materialbedarf berechnen, Rohrleitungen verlegen und das Anbringen von Wärme- und Schalldämmungen sind nur einige der Aufgaben, die du in deiner abwechslungsreichen und interessanten Ausbildung erlernen wirst. Die Ausbildung  dauert in der Regel dreieinhalb Jahre und kann sowohl im Handwerk als auch in der Industrie absolviert werden. Mit Bestehen der Gesellenprüfung (Handwerk) bzw. Abschlussprüfung (Industrie) beendest du die Ausbildung.

Voraussetzungen

Mechatroniker für Kältetechnik sorgen dafür, dass das Bier gut gekühlt bleibt.

Mechatroniker für Kältetechnik sorgen dafür, dass das Bier gut gekühlt bleibt.

Um Mechatroniker für Kältetechnik zu werden, solltest du mindestens einen Haupt- oder Realschulabschluss vorweisen können. Weiterhin wird Spaß an den Fächern Mathe und Physik sowie technisches Verständnis vorausgesetzt. Du hast Spaß am Umgang mit Kunden bist teamfähig, selbstständig, freundlich und hilfsbereit? Außerdem bist du für handwerkliche Arbeiten zu begeistern? Dann ist eine Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik das Richtige für dich!

Über die Suchmaschine www.aubi-plus.de findest du viele freie Ausbildungsplätze als Mechatroniker für Kältetechnik – auch in deiner Region!

Zukunftschancen

Energie sparen und die Umwelt schonen – darauf kommt es auch in der Kältetechnik an, denn für die technische Erzeugung von Kälte wird sehr viel Energie benötigt. Bei deiner Arbeit hast du ständig ein Auge darauf, wie Energie eingespart werden kann, z.B. durch Isolierung oder Dämmung. Du leistest also tagtäglich einen wichtigen Beitrag zum Zukunftsthema Umweltschutz, was Mechatroniker für Kältetechnik zu einem Beruf mit Zukunft macht!

Nach der Ausbildung hast du zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel ein Ingenieursstudium, eine Meisterausbildung oder eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker.

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Am 3. Dezember ist Nationaler Dach-über-dem-Kopf-Tag in den USA – Aber woher kommen eigentlich die Dachziegel?

Kirchtürme, Wolkenkratzer, Anhöhen – in fast jeder Stadt gibt es einen Aussichtspunkt, von dem aus du auf die Gebäude und die Landschaft herabblicken kannst. Manchmal gleicht das Dächermeer einem bunten Flickenteppich, manchmal einer geschlossenen Decke aus roten Dachpfannen. Doch woher kommen eigentlich die Ziegel, die für das charakteristische Stadtbild sorgen? Unser Partner AUBI-plus stellt dir heute zwei Berufe vor, die zur Ziegelherstellung unentbehrlich sind: den Baustoffprüfer und den Industriekeramiker.

aldonahawthorne / pixabay.com unter CC0 Domain

Über den Dächern der Stadt: Rote Dachpfannen soweit das Auge reicht

Seit Menschengedenken wurden Dächer mit örtlich vorkommenden Naturbaustoffen eingedeckt, wie beispielsweise Gräser, Schilf (Reet), Holz und Schieferplatten. Im Laufe der Zeit lösten Dachziegel diese Materialien ab, die aus Ton und Lehm gebrannt wurden.

Wenn du im Werk- bzw. Kunstunterricht selber einmal getöpfert hast und aus Ton etwas formen musstest, weißt du bereits, dass zur Verarbeitung Wasser benötigt wird: So bleibt die Tonmasse feucht und formbar. Trocknet sie zu sehr aus, wird sie porös und bröckelt auseinander. In dem noch weichen Zustand ist das Kunstwerk allerdings auch leicht anfällig für Macken und ungewünschte Verformungen. Du wirst den geformten Gegenstand behutsam zum Trocknen zur Seite gestellt haben, damit die Feuchtigkeit das Tongebilde beim Brennvorgang nicht zum Platzen bringt. Nach dem Trockenvorgang kam das Gebilde zum Brennen in den Ofen. In der nächsten Unterrichtsstunde konntest du dann dein Kunstwerk, nun vollkommen gehärtet, wieder in Empfang nehmen.

Die Herstellung von Ziegeln läuft vom Prinzip ähnlich ab. Längst werden die Ziegel jedoch nicht mehr von Hand, sondern industriell auf vollständig automatisierten Maschinen und Produktionsanlagen gefertigt. An dem Herstellungsprozess arbeiten mehrere Berufsgruppen, so auch der Industriekeramiker und der Baustoffprüfer.

 

Industriekeramiker

Für die Herstellung von Gegenständen aus Keramik bzw. Ton werden Anlagen und Maschinen eingesetzt, die die Rohstoffe formen, brennen und veredeln. Als Industriekeramiker Anlagentechnik bist du für diese Produktionsanlagen verantwortlich. Du richtest sie ein, bedienst sie oder rüstest sie um. Außerdem kümmerst du dich darum, dass die Anlage während des Herstellungsprozesses einwandfrei läuft, behebst Fehler und Störungen, wenn es einmal hakt und prüfst stichprobenartig die Qualität der Produkte.

Als Industriekeramiker Verfahrenstechnik bereitest du die Rohstoffe vor, gießt Formen zur Verarbeitung und stellst Glasuren her. Du bearbeitest die Rohlinge, überwachst ihren Trocknungs- bzw. Brennvorgang und vollendest den letzten Feinschliff. Viele Ziegel werden nach dem Brennen beispielsweise noch glasiert oder verziert.

Für die Ausbildung zum Industriekeramiker solltest du nicht der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen sein. Wichtig ist, dass du sorgfältig arbeiten kannst und technisches Verständnis mitbringst. Da die Arbeit körperlich anstrengend ist, ist eine physische Fitness wichtig. Hohe Temperaturen sollten dir nichts ausmachen. Insbesondere beim Industriekeramiker Verfahrenstechnik werden in der Ausbildung künstlerische und handwerkliche Fähigkeiten gefördert, da diese für die Tätigkeit des Formens und Gestaltens notwendig sind.

Wenn du einen mittleren Bildungsabschluss hast, gute Noten in Mathe, Physik und Chemie vorweisen kannst und noch dazu Interesse an Technik besitzt, lohnt es sich, dir den Beruf des Industriekeramikers einmal genauer anzusehen. Als Hauptschüler hast du übrigens auch gute Chancen, diese Ausbildung zu beginnen.

 

Baustoffprüfer

Als Baustoffprüfer prüfst du, wie der Name schon sagt, Baustoffe wie Asphalt, Mörtel, Beton oder andere Stoffe der Industrie auf ihre Beschaffenheit und Einsatzfähigkeit. Hierfür entnimmst du Proben, misst und prüfst sie und dokumentierst deine Ergebnisse.

Für Ziegeleien prüfst du die Rohstoffe, die für die Ziegel verarbeitet werden, wie zum Beispiel Ton oder Lehm und schaust dir die fertigen Erzeugnisse an. In der Regel geben Hersteller bis zu 30 Jahre Garantie auf ihre Ziegel. Mindestens für diese Zeit ist die Qualität zu gewährleisten. Dabei stehen Ziegel mehreren Herausforderungen gegenüber: Nässe, Hitze und Frost zum Beispiel, die jedes Jahr an ihnen nagen und ihre Dichtigkeit auf die Probe stellen. Als Baustoffprüfer schaust du, ob die Ziegel den Witterungen standhalten und das Unternehmen seine Qualitätszusicherung geben kann.

Eine gewissenhafte und gründliche Arbeitsweise ist für diesen Beruf sehr wichtig. Wenn du diese vorweisen kannst, die mittlere Reife oder die Hochschulreife besitzt, gute Noten in Mathe, Physik und Chemie mitbringst und dich noch dazu für Technik interessierst, ist eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zum Baustoffprüfer für dich sicherlich interessant.

 

Beispielhafte Arbeitgeber

Die Eternit GmbH stellt energieeffiziente Gebäudehüllen her. An drei Standorten in Deutschland ist das Unternehmen vertreten: Heidelberg, Beckum sowie Neuburg/Donau. Bei dem Unternehmen werden jährlich knapp 15 Jugendlichen eingestellt, die eine Ausbildung oder ein duales Studium im gewerblich-technischen oder kaufmännischen Bereich antreten. Die Eternit GmbH bietet dir zehn Berufe zur Auswahl, die du erlernen kannst, darunter auch den des Baustoffprüfers.

Seit 130 Jahren besteht die CREATON AG, welche Tondachziegel herstellt. Der Hauptsitz liegt im bayrischen Wertingen. Zu dem Unternehmen gehören insgesamt 14 Werke an neun Standorten im Süden und Osten Deutschlands. Bei der CREATON AG kannst du eine Ausbildung zum Industriekeramiker Verfahrenstechnik machen. Darüber hinaus bietet sie dir noch weitere Ausbildungsmöglichkeiten aus dem gewerblichen und kaufmännischen Bereich sowie duale Studiengänge an.

Hintergrund zum Dach-über-dem-Kopf-Tag

Essen, Trinken, Kleidung und ein gemütliches Zuhause – all diese Dinge sind für uns selbstverständlich. Am National Roof Over Your Head Day sind wir dazu aufgerufen, inne zu halten und dankbar für das zu sein, was wir haben, anstatt uns darüber zu beklagen, was wir nicht haben. Schließlich gibt es genug Menschen, die Hunger leiden, kein Dach über dem Kopf haben und die kalten Wintertage alleine draußen auf der Straße verbringen müssen.

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So analysierst du eine Stellenanzeige für einen Ausbildungsplatz

Viele Unternehmen haben bereits ihre Ausbildungsplätze für 2017 ausgeschrieben, die in den regionalen und überregionalen Tageszeitungen sowie auf unterschiedlichen Karriereportalen zu finden sind. Neben der Bezeichnung des Ausbildungsberufes sind in der Stellenanzeige weitere Informationen zum Unternehmen, zur Ausbildung und zur Bewerbung veröffentlicht. Diese Inhalte werden als Subtext bezeichnet. Wie du die angegebenen Informationen optimal für deine Bewerbung entschlüsseln und nutzen kannst, stellt dir unser Partner AUBI-plus heute vor.

loufre | Pixabay Public Domain

Bevor man sich bewirbt, sollte man sich die Stellenanzeige ganz genau durchlesen

Aufbau einer Stellenanzeige

Beim Lesen von unterschiedlichen Stellenanzeigen ist dir bestimmt schon aufgefallen, dass manche Anzeigen viele Informationen zum Unternehmen und zur ausgeschriebenen Stelle enthalten, andere manchmal nur die notwendigsten Eckdaten. Das liegt daran, dass es jedem Ausbildungsbetrieb selbst überlassen ist, in welcher Fülle er diese Informationen veröffentlichen möchte. Dennoch folgt der Aufbau einer Stellenanzeige immer dem gleichen Muster:

  • Unternehmensvorstellung mit Informationen zu Branche, Standort, Größe, Produkten, etc.
  • Jobtitel (z.B. Auszubildender zum Papiertechnologen)
  • Einstellungstermin (in der Regel beginnt die Ausbildung zum 1. August oder 1. September)
  • Dauer der Beschäftigung (die meisten dualen Ausbildungsgänge haben eine Dauer von 3 Jahren)
  • Tätigkeitsbeschreibung (z.B. welche Ausbildungsinhalte dir vermittelt werden und welche Fachabteilungen du während deiner Ausbildung durchläufst)
  • Arbeitsbedingungen (z.B. wöchentlicher Unterricht in der Berufsschule oder Blockunterricht)
  • Voraussetzungen (Muss-Qualifikationen, beispielsweise der erforderliche Schulabschluss oder Fachkenntnisse)
  • Zusatzqualifikationen (Kann-Qualifikationen, beispielsweise erste Erfahrungen durch ein Schülerpraktikum)
  • Leistungen des Ausbildungsbetriebes (beispielsweise Ausbildungsvergütung, Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld, Sozialleistungen)
  • Bevorzugte Bewerbungsart (z.B. per Post, per E-Mail, per Online-Formular)
  • Persönlicher Ansprechpartner bei Rückfragen
  • Empfangsadresse

Analyse einer Stellenanzeige

Bei der Suche nach einer Ausbildung durchforstest du viele Stellenanzeigen. Falls du eine Ausschreibung interessant findest, lies dir diese mehrmals aufmerksam durch. Eine vertrauenswürdige Anzeige enthält die oben beschriebenen Informationen zum Unternehmen, zur Ausbildung und zum Bewerbungsprozess. Falls wichtige Angaben fehlen, solltest du bei dem Unternehmen anrufen und nachfragen.

Die Informationen sind für die Formulierung deiner Bewerbungsunterlagen sehr wichtig. Insbesondere auf die Angaben zu den Muss- und Kann-Qualifikationen solltest du als Bewerber in deinem Anschreiben und Lebenslauf eingehen. Viele Personaler nutzen zum Beispiel Computerprogramme, um die Kandidaten nach ihren Qualifikationen zu filtern.

Unterscheidung der Muss- und Kann-Anforderungen

Sogenannte Muss-Anforderungen sind für die ausgeschriebene Stelle absolut notwendig und als Bewerber solltest du diese auch mitbringen. In der Regel werden Muss-Anforderungen an erster Stelle genannt, wobei du sie an bestimmten Formulierungen erkennen kannst: „Sie bringen … mit, „…sind erforderlich“, „Voraussetzungen sind…“, „Wir erwarten …“. Auch Wörter wie „notwendig“, „unabdingbar“ oder „zwingend“ helfen dir, Muss-Anforderungen ausfindig zu machen.

Kann-Anforderungen hingegen sind gewünschte Qualifikationen seitens des Unternehmens. Diese bilden keine notwendige Voraussetzung für die Ausbildung. Folgende Formulierungen können z.B. für sie gewählt werden: „Wünschenswert…“, „Idealerweise…“, „Erste Erfahrungen im Bereich…“.

Wenn du beim Lesen der Stellenanzeige bereits merkst, dass du nicht alle Anforderungen mitbringst, ist das nicht weiter schlimm. Wenn du 60 bis 70 Prozent der Anforderungen erfüllst, lohnt es sich bereits, dich auf den ausgeschriebenen Ausbildungsplatz zu bewerben.

Tipp: Um eine Übersicht über die Anforderungen zu erhalten, empfiehlt es sich, die Muss- und Kann-Anforderungen separat auf einem Blatt zu notieren. Anschließend kannst du dein Anschreiben gezielt auf das Unternehmen und den Ausbildungsberuf ausrichten und die gewünschten Anforderungen mit Beispielen aus deinem bisherigen Werdegang untermauern.

Mit einer individuellen Bewerbung, die sich konkret auf die Stellenanzeige bezieht, hebst du dich von den Massenbewerbungen ab und erhöhst deine Chancen auf ein Vorstellungsgespräch bei dem Ausbildungsbetrieb.

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Karrierestart im Labor

laborantenberuf

Für einen Laborantenberuf braucht man Spaß am Experimentieren (Pixabay Public Domain)

Den ganzen Tag im Büro sitzen und am PC arbeiten ist überhaupt nicht dein Ding? Stattdessen interessierst du dich für Naturwissenschaften und experimentierst gerne herum? Dann solltest du deine Karriere mit einer Ausbildung im Labor starten. Dort arbeitest du mit Mikroskopen, Pipetten und Reagenzgläsern und testest beispielsweise verschiedene Substanzen auf ihre Zusammensetzung. Je nach Interesse kannst du dich für einen von vielen Laborantenberufen entscheiden.

Chemielaborant

Der Chemielaborant ist wohl der bekannteste der Laborantenberufe. Hier führst du verschiedene Versuche durch, beobachtest chemische Abläufe und protokollierst sämtliche Auffälligkeiten während des Experiments. Anschließend wertest du die Ergebnisse aus. Unter Beobachtung stehen dabei beispielsweise verschiedene Substanzen, deren Bestandteile du analysierst, oder aber du arbeitest an der Herstellung von neuen Substanzen.

Biologielaborant

Auch als Biologielaborant führst du Versuche durch. Hier liegt der Schwerpunkt aber auf lebenden Organismen wie Pflanzen, Zellkulturen, Mikroorganismen und Tieren. Zu deinen Aufgaben gehören je nach Institution, in der du arbeitest, die Prüfung der Wirkung von Medikamenten an Bakterienkulturen und Tieren, die Arbeit an gentechnischen Verfahren wie z.B. die Durchführung von Vaterschaftstests, oder aber du experimentierst mit Pflanzen und vermehrst, analysierst und prüfst diese.

Physiklaborant

Auch im physikalischen Bereich gibt es eine Ausbildung im Labor. Als Physiklaborant prüfst und analysierst du Zusammensetzung, Qualität und Eigenschaften von verschiedenen Systemen und Werkstoffen. So bestimmst du beispielsweise Temperaturen, Stromstärken oder die Masse von Stoffen. Zudem ermittelst du Entstehung und Eigenschaften von Röntgen- und Kernstrahlung.

Lacklaborant

Eine weitere Möglichkeit, im Labor zu arbeiten, ist die Ausbildung zum Lacklaboranten. Du entwickelst dabei Lacke und Farben, die besondere Eigenschaften haben sollen, und stellst diese her. Zu deiner Arbeit gehören auch physikalische und chemische Messungen, um sicherzustellen, dass die Beschichtungsstoffe den Qualitätsansprüchen genügen.

Milchwirtschaftlicher Laborant

Wie der Name schon sagt, arbeitest du in diesem Beruf mit Milch und Milchprodukten. Du stellst als Milchwirtschaftlicher Laborant sicher, dass die Lebensmittel qualitativ hochwertig sind und keine Verunreinigungen während der Erzeugung entstanden sind. Dazu entnimmst du Proben und führst verschiedene mikrobiologische, chemische und physikalische Untersuchungen durch, analysierst und bewertest diese.

Textillaborant

Du muss kein Designer werden, um in der Modebranche zu arbeiten. Auch im Bereich der Textilien und Bekleidung kannst du eine Ausbildung im Labor machen. Dort prüfst du die verschiedensten Textilien nach ihrer Herstellung auf Herz und Nieren. Erst, wenn sichergestellt ist, dass die Stoffe, je nach späterer Benutzung, wasserundurchlässig, schmutzabweisend, reißfest und nicht färbend sind, ist deine Arbeit getan. Um die Textilien zu prüfen, mischt du Lösungen an, prüfst die Reißfestigkeit mit speziellen Maschinen oder führst andere Versuche durch, um sämtliche Qualitätsmängel festzustellen.

Neben den vorgestellten Laboratenberufen gibt es noch verschiedene Assistentenberufe, in denen du ebenfalls im Labor arbeitest. Wie wäre es beispielsweise mit einer Ausbildung zum Veterinär medizinisch-technischen Assistenten, Chemisch-technischen Assistenten, Physikalisch-technischen Assistenten, Pharmazeutisch-technischen Assistenten, Medizinischen Sektions- und Präparationsassistenten oder zum Lebensmitteltechnischen Assistenten? Im Berufslexikon unseres Partners AUBI-plus kannst du dich über diese und viele weitere Berufe informieren.

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MINT-Berufe: Herausforderung und Chance

Unter dem Begriff MINT fasst man Berufe aus der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zusammen. Nach einer Ausbildung oder einem (dualen) Studium in einer dieser Disziplinen hast du sehr gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Du kannst zum Beispiel in der Forschung, Produktentwicklung, Produktion oder Unternehmensberatung arbeiten.

Arbeiten in MINT-Berufen

Moderne Technologien: In einem MINT-Beruf gehst du mit der Zeit (Foto: Wikilmages / Pixabay Public Domain)

Diese Eigenschaften brauchst du

Dass du dich für Mathe, Physik, Chemie, Bio und Informatik interessieren und dein Zeugnis gerade in diesen Fächern gute Noten aufweisen sollte, versteht sich von selbst. Auch ein gutes technisches Verständnis sollte zu deinen Stärken zählen. Um herauszufinden, ob du das Zeug für einen MINT-Beruf hast, führen manche Ausbildungsbetriebe spezielle Eignungstests durch, denen du dich stellen musst.

Gefragte Eigenschaften sind außerdem:

  • ein gutes Allgemeinwissen
  • eine gute Konzentrationsfähigkeit
  • die Fähigkeit, logisch und visuell denken zu können
  • das Beherrschen einer Fremdsprache, am besten Englisch

Diese Herausforderungen musst du annehmen

Naturwissenschaftler, Informatiker und Techniker brauchen Mathe. Gerade die Höhere Mathematik hat jedoch schon bei vielen zu Kopfzerbrechen geführt, denn sie ist sehr abstrakt und hat nichts mit den Textaufgaben zu tun, die du aus dem Matheunterricht in der Schule kennst. Viele Jugendliche brechen deshalb ihre Ausbildung bzw. ihr Studium ab. Auch die Naturwissenschaften an sich stellen eine Herausforderung dar, denn sie hängen alle miteinander zusammen: Entscheidest du dich beispielsweise für ein Studium der Physik, gehören auch Grundlagen der Chemie und der Biologie mit zu deinen Vorlesungen.

Doch keine Angst: An vielen Universitäten und Hochschulen gibt es sogenannte Vorkurse. Diese finden vor Beginn des eigentlichen Studiums statt und bringen die „Erstis“ auf denselben Kenntnisstand. So haben alle die gleichen Startbedingungen, egal ob sie zuvor an der Schule einen Leistungs- oder nur Grundkurs in dem jeweiligen Fach hatten. Auch wenn du dadurch weniger Ferien hast, solltest du unbedingt an den Vorkursen teilnehmen, denn neben der Wissensvermittlung kannst du so schon vor Semesterbeginn Kontakte zu deinen Kommilitonen knüpfen.

Das sind deine Chancen für die Zukunft

Wer einen MINT-Beruf ergreifen möchte, der muss mehr lernen als andere Azubis oder Studenten, besonders zu Beginn, um sich die nötigen Grundlagen anzueignen. Der Aufwand lohnt sich, denn die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind sehr gut. Auf Naturwissenschaftler, Informatiker und Techniker warten spannende Aufgaben, sichere Jobs und gute Bezahlung! Schon in der Ausbildung verdienst du als angehender Mechatroniker oder Physiklaborant mehr als viele andere Azubis. In der Regel wirst du nach abgeschlossener Ausbildung von deinem Ausbildungsbetrieb übernommen; auch Hochschulabsolventen sind gefragt!

Viele MINT-Berufe haben zudem ein internationales Umfeld – du wirst also Gelegenheit haben, ins Ausland zu reisen und/oder Fremdsprachen anzuwenden. In Forschung und Entwicklung arbeiten Naturwissenschaftler und Ingenieure unterschiedlichster Herkunft zusammen, um sich über Forschungsergebnisse auszutauschen. Ein weiteres Beispiel für Internationalität ist die Produktion und der Vertrieb: Bei Produkten wie beispielsweise Autos, die aus vielen einzelnen Komponenten bestehen, werden die einzelnen Teile in unterschiedlichen Ländern hergestellt. Die fertigen Produkte werden dann wiederum in alle Welt verkauft.

Schnuppern erwünscht

Falls du dir nicht sicher bist, ob ein MINT-Beruf das Richtige für dich ist oder du Angst hast, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein, kannst du an Schnuppertagen oder im Rahmen eines Praktikums Betriebe kennenlernen und einschätzen, ob der Beruf etwas für dich ist. Freie Praktikumsplätze in MINT-Berufen findest du bei unserem Partner AUBI-plus.

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