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WM-Wissen für die Halbzeitpause

Die Gruppenphase der WM 2018 ist in der letzten Phase.

Was gibt es zur WM alles zu wissen? Wir haben das Wichtigste von A bis Z für dich zusammengefasst:

Allround-Talente
Wie es sich anfühlt, sowohl als Spieler als auch als Trainer den WM-Titel zu erkämpfen, wissen weltweit nur zwei Personen: Der Brasilianer Mário Zagallo holte 1958 und 1962 den Titel als Teil der brasilianischen Nationalmannschaft und 1970 als ihr Trainer. Franz Beckenbauer gewann 1974 auf dem Feld mit der deutschen Nationalmannschaft und 1990 abseits des Spielfelds als Teamchef.

Baby-Boom durch die WM?
Die Fußball-Weltmeisterschaft lädt scheinbar zur Paarung ein: Neun Monate nach der Weltmeisterschaft in Südafrika war dort ein auffälliger Anstieg der Geburtenrate zu beobachten. Ähnliches geschah nach der WM in Deutschland 2006. Damals gab es in manchen Teilen des Landes bis zu 30 Prozent mehr Babys als sonst.

Dopingkontrollen
Russland als Gastgeber der WM 2018 steht scharf unter Beobachtung: Nach dem aufgedeckten Staatsdoping bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi sollen die Kontrollen bei der Fußball-Weltmeisterschaft umso strenger sein. FIFA-Präsident Gianni Infantino kündigte an, dass alle Spieler aus allen Teams während und außerhalb des Wettbewerbs regelmäßig getestet werden.

Eintagsfliegen
Die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft stellt für viele Underdog-Teams immer wieder eine Herausforderung dar. Es gibt zahlreiche Mannschaften, die es bisher nur einmal ins Turnier geschafft haben. Darunter zum Beispiel Wales, Jamaika, Kuba, Kuwait und Kanada. Brasilien hingegen hat bis jetzt als einziges Land an jeder WM teilgenommen.

Fox-Sports-Fail
Der US-amerikanische TV-Sender Fox Sports hat umgerechnet rund 332 Millionen Euro für die Übertragungsrechte der WM 2018 ausgegeben. Wäre wahrscheinlich kein großes Problem – wenn die Nationalelf der USA sich für die WM qualifiziert hätte. Da sie aber nicht am Turnier teilnimmt, muss Fox Sports mit wesentlich geringeren Einschaltquoten rechnen, als ursprünglich erwartet.

Goldener Ball
Bei jeder Fußball-Weltmeisterschaft gibt es am Ende eine Auszeichnung für den besten Spieler des Turniers: den Goldenen Ball. Diesen Preis konnten bisher fast ausschließlich Spieler erkämpfen, die im Sturm spielten. Nur zwei Ausnahmen gab es: Der uruguayische Abwehrspieler Jose Nasazzi im Jahr 1930 und der deutsche Torwart-Titan Oliver Kahn bei der WM 2002.

Herzattacke
Dass Fußball-Fans sich extrem in die Spiele hineinsteigern können, ist nichts Neues. Laut einer Studie, die während der WM 2006 in Deutschland durchgeführt wurde, ist das Herz beim Fußball-Schauen besonders gefährdet: Das Risiko eines Infarkts stieg während und nach dem Spiel um fast das Dreifache.

Indische Absage
Die indische Nationalmannschaft hat ihre Chance auf den WM-Titel freiwillig aufgegeben: Sie qualifizierte sich zwar 1950, zog dann aber die Teilnahme zurück, weil die FIFA den Spielern verboten hatte, barfuß zu spielen. Wenn sie gewusst hätten, dass sie sich seitdem nie wieder für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifizieren werden, hätten sie sich den Rückzug sicher zweimal überlegt.

Jung, Jünger, am Jüngsten
Der Jungspund unter allen bisherigen WM-Spielern ist Norman Whiteside aus Nordirland: Er war bei seinem ersten WM-Spiel 17 Jahre, einen Monat und zehn Tage alt. Dieser Rang könnte ihm aber abgelaufen werden – von Nigerias Stürmer Mohammad Nur. Sollte er für das diesjährige Turnier nominiert werden, wäre er mit 15 Jahren der jüngste Spieler aller Zeiten.

Maskottchen
Die WM 2014 in Brasilien repräsentierte ein Gürteltier namens Fuleco. Das offizielle Maskottchen der diesjährigen WM ist ein Wolf namens Zabivaka, was auf Russisch so viel bedeutet wie „Der einen Treffer erzielt“. Es stammt aus der Feder der Designstudentin Ekaterina Bocharova und wurde bereits im Oktober 2016 vorgestellt.

Orakelweisheiten
Wie jedes Mal gibt es auch bei der diesjährigen WM wieder ein tierisches Orakel, das die Ergebnisse der Spiele zuverlässig vorhersagen soll. Dieses Jahr übernimmt diesen verantwortungsvollen Job ein tauber Kater namens Achilles. Seine Erfolgsquote ist bis jetzt recht hoch: Beim Confederation Cup im vergangenen Jahr lag Achilles – bis auf ein Spiel – mit seinen Vorhersagen immer richtig.

Pokal-Fake
Turnier gewinnen, den Sieg feiern, die Trophäe überreicht bekommen – alles dreht sich darum, am Ende den heißbegehrten WM-Pokal in den Händen zu halten. Dabei bekommt die Siegermannschaft nur ein Fake-Exemplar mit nach Hause. Den echten Pokal dürfen sie nur bis zum Ende der Siegesfeier behalten – dann nimmt die FIFA ihn zurück und ersetzt ihn durch ein günstigeres Duplikat. Das Original ist 120.000 Euro wert.

Rabatt für Russen
Die Tickets für die WM 2018 sind teurer als vor vier Jahren. Die Preise liegen diesmal zwischen 85 und 892 Euro. 2014 kosteten sie zwischen 69 und 730 Euro. Russische Bürger haben die Möglichkeit, die Eintrittskarten zu einem echten Schnäppchenpreis zu ergattern: Für sie gibt es sie schon ab günstigen 19 Euro.

Temperatur-Optimierung
Nicht zu kalt und nicht zu heiß: Damit auf dem Feld volle Leistung erbracht werden kann, wird im Stadion in Sankt Petersburg für die richtige Wohlfühl-Temperatur gesorgt. Ein spezielles Heizsystem pumpt Millionen Kubikmeter heiße Luft ins Innere, damit die Spieler bei angenehmen 21 Grad Celsius Vollgas geben können.

Unterwäsche-Regel
Was haben die Spieler eigentlich drunter? Auf jeden Fall nicht unbedingt die Buxen, die sie gerne tragen würden. Laut FIFA-Regelwerk dürfen die Fußballer bei der WM nämlich keine Unterwäsche mit Slogans oder Werbeaufschriften tragen. Auch sämtliche persönliche, religiöse oder politische Botschaften sind verboten.

Volunteers
Bei der WM 2018 wird es voraussichtlich über 17.000 freiwillige Helfer geben. Über 176.000 Personen haben sich für diesen Job beworben. Unter ihnen sind beispielsweise eine Großmutter, die ihren Enkel begleitet, und ein Mann aus Neuseeland, der eine Reise von 16.000 Kilometern in Kauf nimmt, um dabei zu sein.

Weltmeistervorhersage
Zwei Monate vor der WM 2014 war diese bereits Thema in der beliebten US-Zeichentrickserie „Die Simpsons“. Homer Simpson war als Schiedsrichter im Finale zwischen Brasilien und Deutschland tätig – und pfiff Deutschland zum Sieg. Die Macher haben wohl schon vorher geahnt, wie die WM ausgehen wird.

Zinédine Zidane
Der ehemalige Frankreich-Nationalspieler und momentane Trainer von Real Madrid ist wohl das schwarze Schaf unter allen bisherigen WM-Spielern. Er hält einen Rekord, auf den er nicht unbedingt stolz sein kann: Insgesamt hat er im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaften von 1998 bis 2006 die meisten gelben und roten Karten kassiert – nämlich sechs Stück.